Wie funktioniert Manipulation?

von | Mai 4, 2019 | Eigenständige Urteilsbildung | 0 Kommentare

 
Mit welchen Methoden die Süddeutsche Zeitung Heinz Grill zum gefährlichen Guru macht – und die Studenten seiner Yoga-Inhalte zu unmündigen, fanatischen und gewalttätigen Anhängern abstempelt/Artikel Nr. 18 zur eigenständigen Urteilsbildung

Das Titelfoto der SZ-Story „Der Guru“ suggeriert den ersten Frame:
Heinz Grill würde Gehirnwäsche betreiben

 

Als ich letzten Samstag von einer Kollegin auf die Story in der SZ hingewiesen wurde und mir die SZ besorgte, musste ich mir erst einmal die Augen reiben. Kann es sein, dass eine der größten deutschen Tageszeitungen drei volle Seiten der Geschichte „Der Guru“ widmet? Der Yoga-Impuls von Heinz Grill ist in Deutschland eher wenig bekannt – warum plötzlich eine solche zentrale Präsenz von Seite 9–11 in der Wochenendausgabe?

Ich habe mich in den letzten Tagen mit dieser Story beschäftigt und komme zu der Einschätzung, dass sich daran studieren lässt, wie Manipulation funktioniert, die in der Konsequenz zu schwerem Rufmord führt. Der Artikel zeigt anhand konkreter Anschauungsbeispiele auf, wie eine manipulative Wirkung auf den Leser erzeugt wird.

 

Die Geschichte „Der Guru“ in aller Kürze

Im September 2015 kam ein Münchner Ärzte-Ehepaar in Südfrankreich zu Tode, Christine und Wilhelm B. Die Ermittler gehen davon aus, dass der mutmaßliche Täter Klaus O. sei, der eigene Schwiegersohn, der sich auch der Polizei gestellt hatte. Dieser war drei Jahre und vier Monate in Untersuchungshaft, als er sich – bis dahin ohne gerichtlichen Prozess – kurz vor Weihnachten 2o18 in seiner Zelle erhängte.

Die SZ-Journalisten Heinrichs und Wiegand versuchen nun in ihrer dreiseitigen Darstellung mit dem Titel „Der Guru“ den Yoga-Experten, Alpinisten und Geistesforscher Heinz Grill in dieses Verbrechen zu verwickeln. Die Story wird von zwölf großen gezeichneten Illustrationen begleitet. Es sind Bilder, auf denen beispielsweise ein blutverschmierter, verzweifelter Mensch zu sehen ist, der offensichtlich ein Verbrechen begangen hat.

Den Kern der Story bildet die Behauptung, Christine B. sei 2012 aus der „Gruppe“ ausgestiegen. Kurz nach dem Ausstieg sei das Ehepaar Christine und Wilhelm B. von den „Grill-Anhängern“ über Jahre hinweg mit juristischen Prozessen überzogen, mit Hetze im Internet belastet oder eingeschüchtert worden. Die Grill-Anhänger („Grillianer“) führten ihre juristischen Prozesse als ideologischen Glaubenskampf auf irrationale Weise und auf Weisung ihres „Meisters“. All dies sei ein „unglaublicher Missbrauch der Justiz“. Der Doppelmord in Südfrankreich wird als Folge der ganzen Ereignisse dargestellt und mit unterschiedlichen Spekulationen belegt.

Insgesamt wird Heinz Grill als gefährlicher Guru und Scharlatan dargestellt, die „treuen Anhänger“ als komplett abhängig, unmündig und fanatisch – und im Zweifelsfall bis zum Äußersten gehend.Welche manipulativen Methoden zeigen sich? Anhand einiger Beispiele möchte ich dies nun anführen.

 

Angst und Yoga

Schon auf der Titelseite (Quelle: https://epaper.sueddeutsche.de/) wird die Story mit folgendem Text angekündigt:
„Angst und Yoga – Seit Jahren führt eine fanatische Esoterik-Gruppe Justiz und Polizei vor“

 

1. Das völlig entstellte und falsche Bild von Heinz Grill

Im Mittelpunkt der SZ-Geschichte steht „Der Guru“, so lautet auch der Titel. Es wird ein völlig falsches Bild von Heinz Grill dargestellt, komplett realitätsfremd und einseitig negativ:

Heinz Grill sei ein typischer Guru, der Meister, der „seine Botschaft auf sich zentriert.“ Er „verspricht nicht weniger als Erleuchtung“, „bietet eine Flucht aus den Zwängen der Gesellschaft“. Er sei außerdem der Führer einer „obskuren spirituellen Gruppe.“

Tatsächlich wehrt sich Heinz Grill seit 30 Jahren sehr deutlich gegen die Zuschreibung einer Guru-Rolle. Seine freilassende und hierarchiefreie Umgangsart mit Menschen bemerkt jeder, der sich auf Youtube ein Video mit ihm anschaut, zum Beispiel über das Thema einesweltanschauungsneutralen Unterrichtens. Sehr oft hat er sich zum Thema „Guru“ ganz eindeutig geäußert, wie hier in einem Standardwerk über die Problematik von Hierarchie und Gehorsam:

„Weiterhin gibt es auch keinen Guru oder eine ähnliche Funktion, die hierarchisch auf andere wirken würde. Aus diesem Grunde entfallen die ansonsten üblichen Kulthandlungen, verehrende Rituale, Anbetungen und Verneigungen.“

( Quelle: Heinz Grill: Die Orientierung und Zielsetzung des „Yoga aus der Reinheit der Seele.“ )

„Eine Gehorsamspflicht wird jedoch von einem Schüler auf dem Weg zu immer größer werdender Bewusstheit nicht gefordert, dies nicht im Hinblick auf den privaten Lebenswandel und dies auch nicht im Hinblick eines verpflichtenden Studiums.“ (ebenda)

Auch dass er „seine Botschaft auf sich zentriert“ ist sachlich völlig falsch. Heinz Grill stellt nicht sich selbst in den Mittelpunkt, sondern möchte den einzelnen Menschen darin fördern, selber edle oder geistige Ideale im Leben zu verwirklichen und für das soziale Umfeld bzw. die Kultur einen Aufbau zu bewirken. Hierzu ist eine intakte Beziehung zu ihm als geistigen Lehrer hilfreich.

Weiter schreiben die SZ-Journalisten: „Erleuchtung, nicht weniger wird versprochen.“ Dieser Satz suggeriert spirituelle Versprechungen und Erleuchtungserlebnisse, die Menschen bei ihm finden würden. Ich kenne Heinz Grill seit gut 25 Jahren, und es gibt meines Wissens in seinem Werk keine einzige Äußerung, in der er Erleuchtung verspricht.Er beschreibt den verbreiteten Drang des Menschen nach spirituellen Erleuchtungserfahrungen eher kritisch, weil dieser Drang oft zu früh in den Mittelpunkt gestellt werde und zu einseitigen Erfahrungen führen könnte, die sich nicht wirklich in das Alltagsleben integrieren ließen. Er verspricht keine Erleuchtungserfahrungen, sondern betont vielmehr die Entwicklung von Unterscheidungsfähigkeit, um Irrtümer auf einem geistigen Weg zu vermeiden.

Der nächste Vorwurf lautet, er „bietet eine Flucht aus den Zwängen der Gesellschaft“.Wer sich nur ein wenig die Mühe macht, der bemerkt bei den Inhalten dieses Yoga, dass es gerade nicht um Flucht aus dem Leben, sondern im Gegenteil um das Streben nach einer gelingenden Synthese von Spiritualität und Alltagsleben geht. Eine Flucht aus Gesellschafts- zwängen zu bieten ist eine Vorstellung , die diesem Schulungsweg völlig widerspricht.

Ganz zentral verbreiten die SZ-Autoren das Bild, Heinz Grill sei Führer einer „obskuren spirituellen Gruppe“; also einer nebulösen oder dunklen Gruppe. Das ist eine der zentralen und suggerierten Unterstellungen dieser Geschichte. In einem rechtswissenschaftlichen Gutachten (https://heinz-grill.de/wp-content/uploads/2018/11/Gutachten-Heinz-Grill-25.Sept_.18-final.pdf) über den grundrechtlichen Schutz der Lehren des Heinz Grill kommen Prof. Dr. Georg Jochum und Dr. Nuria Schaub eindeutig zu dem Ergebnis, dass jegliche Gruppenbildung nicht existiert.

„ … Seine Lehren zielen darauf ab, dass der Einzelne sich und seine Seele erkennt und dadurch sich selbst ermächtigen kann, sein irdisches Leben in Harmonie zu meistern. Dazu zeigt er einen Weg über Yoga auf. Gruppen und ihre Zwänge halten nach seiner Auffassung den Menschen von diesem Weg ab, so dass er konsequent jede Gruppenbildung ablehnt. Es gibt auch keinen Verband, unter dem Interessenten seines Schulungsweges organisiert wären. Allen Versuchen von Interessenten, eine solche Vereinigung in seinem Namen zu gründen, tritt er entschieden entgegen. Heinz Grill legt großen Wert darauf, dass es sich bei denen, die seinem Weg folgen, um selbständige reife Persönlichkeiten handelt.“

 

2. Angsteinflößende Bilderflut
Der Artikel der Süddeutschen Zeitung wird mit zwölf großen Bildern illustriert, die von ihrem Design an düstere Kriminalfälle erinnern.

Drei der zwölf großen SZ-Illustrationen, die bei Lesern Angstgefühle oder Schrecken auslösen dürften
Quelle: Süddeutsche Zeitung vom 13./14. April 2019. Der Guru. Von Julius Heinrichs und Ralf Wiegand.

 

Auffällig ist, dass alle zwölf Bilder dieser SZ-Story ausschließlich negativ sind. Manche erwecken regelrecht Schrecken: ein Leichenwagen, bei dem sogar der Wagen von außen blutverschmiert ist (Bild in der Mitte), ein Raum, in dem der ganze Boden rot vor Blut ist (Bild links). Es gibt kein einziges positives Bild im Zusammenhang mit dem Impuls des Neuen Yogawillen bzw. mit Heinz Grill. Es sind Bilder, die eine düstere, dunkle und gefährliche Welt suggerieren und beim Leser das Gefühl regelrecht einimpfen sollen, dass es sich hier um eine gefährliche, brutale Sekte handele.

Anhand dieser Bilderauswahl zeigt sich sehr deutlich die Absicht und völlige Einseitigkeit dieses Artikels. Man kann sich vorstellen, dass beim Leser erhebliche Zweifel an der ganzen SZ-Geschichte aufkommen würden, wenn der Artikel nicht nur negative, sondern neutrale Bilder von Heinz Grill bzw. über seine Arbeit zeigen würde: Beispielsweise ein Originalfoto, bei der Demonstration des Handstands oder bei der Tagung „Krieg und Frieden“ in Bamberg mit Daniele Ganser.

 

 

3. Die Studenten seines Yoga seien unmündig, oft fanatisch, würden hetzen und folgten den Kommandos ihres Gurus.

Hier einige Beispiele aus dem SZ-Artikel:

  • „Nicht jeder, der mit seiner Lehre in Berührung kommt, ist ein Fanatiker“
  • Die treuen Schüler seien nicht in der Lage, bei Grill „auch nur den geringsten Fehl und Tadel zu entdecken.“
  • „oder setzen wie auf Kommando das Mittel der Dienstaufsichtsbeschwerde, des Befangenheitsantrags oder der schnöden Denunziation ein.“
  • „In zahlreichen Internetforen hetzen sie gegen jeden, der solche Vorwürfe erhebt.“

 

Mit verallgemeinerten Unterstellungen, ohne dies mit ganz konkreten Beispielen zu belegen, suggerieren die beiden SZ-Autoren, Interessenten dieses Yoga seien unmündig, hetzerisch, oft fanatisch und treu den Kommandos ihres „Meisters“ und „Gurus“ folgend. Der Artikel bedient sich wiederholt des Frames (Deutungsrahmens) von unmündigen, gehorsamen und gefährlichen Sektenanhängern.

Tatsächlich ist die Entwicklung zu individueller Reife und eigenständiger Beurteilungskraft ein Kennzeichen dieses Ansatzes von Spiritualität. Ich empfinde diese Äußerungen als entwürdigend und beleidigend. Jeder einzelne Mensch, der sich für die Inhalte von Heinz Grill interessiert und auseinandersetzt, wird von den beiden SZ-Autoren zu einem Trottel erklärt, der abhängig sei und kein Urteilsvermögen besitze.

 

4. Inhaltliche Fehler am laufenden Band

Wer sich die Mühe macht und sachlich-konkret prüft, was in den drei Seiten beschrieben steht, der wird erschrecken, wie viele inhaltliche Fehler die Story enthält. Als Beispiel zwei Sätze über die angebliche Tätigkeit von Heinz Grill in Italien:

„Dort beglückt Grill heute als Bergführer Touristen oder bricht zu Vorträgen auf, bei denen er sich immer häufiger mit bekannten rechten Verschwörungstheoretikern wie etwa Daniele Ganser das Podium teilt. Der Schweizer behauptet unter anderem, die USA hätten die Anschläge vom 11. September 2001 selbst beauftragt.“

Die beiden Sätze bestehen eigentlich nur aus Fehlern:

1. Heinz Grill ist kein ausgebildeter Bergführer, sondern Alpinist.

2. Es wird gesagt, er würde sich immer häufiger mit bekannten rechten Verschwörungstheoretikern das Podium teilen. Also mit mehreren, über den als Verschwörungstheoretiker beschimpften Daniele Ganser hinaus. Welche Personen sollen das sein? Mir ist niemand bekannt, der in diese diffamierende Kategorie passen würde und sich mit ihm das Podium geteilt hätte.

3. Den Schweizer Friedensforscher Dr. Daniele Ganser als „rechts“ bezeichnen kann nur jemand, der seine aufklärende Arbeit nicht kennt oder ihn absichtlich diskriminieren will.

4. Daniele Ganser vertritt die Position, die Terroranschläge vom 11. September 2001 seien nicht wirklich aufgeklärt, und er forscht zu diesem Thema. Die Aussage, die USA hätten die Anschläge vom 11. September selbst beauftragt, vertritt Ganser nicht und ist deshalb eine inhaltlich falsche Unterstellung.

Nach meiner Prüfung ist der gesamte Artikel voller solcher inhaltlicher Fehler.

 

 

Blick auf das Sarcatal mit Arco. Hier hat Heinz Grill als Alpinist in den vergangenen 20 Jahren mit befreundeten Kletterkollegen eine große Vielzahl neuer Klettertouren geschaffen. Er genießt unter italienischen Bergsteigern hohes Ansehen. Auf folgender Webseite kann man sich hierüber einen Überblick verschaffen: www.klettern-sarcatal.com

 

 

5. Die einseitige Darstellung von Christine B. als ein angebliches „Sektenopfer“

Christine B., die im September 2015 in Südfrankreich zu Tode kam, nimmt in dem Artikel eine zentrale Rolle ein. Auffällig ist, dass Christine B., ganz im Gegensatz zu allen „Grill- Anhängern“, nur positiv dargestellt wird:

„Sie war Zeit ihres Lebens eine Suchende, sagt ein engster Verwandter. Die Ärztin B. probierte spirituelle Moden aus, Religiöses von Indien bis Europa, alles, was sie zwischen Himmel und Erde so für möglich hielt. Ehemalige Patienten beschreiben sie als liebevoll, bedingungslos hilfsbereit, fast selbstlos und gutgläubig. Eben als guten Menschen, so wie ihren Mann auch.“

 

Ich habe mich gefragt, warum die SZ-Autoren bewiesene und unstrittige negative Fakten zur Person von Christine B. an keiner Stelle erwähnen:

  • Christine B. hat drei Yogalehrerausbildungen angeboten – ohne selbst eine Yogaausbildung zu besitzen. Auf betrügerische Weise hat sie Interessenten gesagt, sie würde die Ausbildung im Auftrag von Heinz Grill ausführen. Nur durch diese dreiste Lüge konnte sie Teilnehmer für ihre Ausbildung gewinnen.
  • Bereits 2014 gab es mehrere Gerichtsurteile des Amtsgerichtes München, in denen Christine B. verurteilt wurde, ihren Patienten die erwünschte Einsicht in ihre Krankenakte zu gewähren. (https://www.bornschein-skandal.com/?page_id=707) Die Darstellung im Artikel erweckt den Eindruck, alle Prozesse gegen Christine B. seien irrationale und „ideologische Kämpfe um Glaubensfreiheit.“
  • Murat Örs, der sich um Aufklärung und Klärung der Vorgänge um Christine B. bemühte, kümmerte sich um die Beschwerden und vermittelte diese an Christine B. Sein Originalbrief (https://www.bornschein-skandal.com/wp-content/uploads/2014/01/Oers_Breif-an-Bornschein-12.8.2013.pdf) vom 13.08.2013 ist dokumentiert. In diesem Brief beschreibt Murat Örs an Christine B. sachlich und konkret die realen Vorwürfe sowie den Umstand, dass Christine B. alle Klärungsangebote in Form eines Dialoges zurückwies und stattdessen mit Verleumdungen gegen jene begann, die zum Beispiel ihre Krankenakte einsehen wollten.

Wenn die SZ solche Fakten in ihrem Artikel erwähnt hätte, wäre der Deutungsrahmen des Sektenopfers Christine B. nicht mehr haltbar.

Ganz natürlich wäre dann das Ergebnis, zu dem offensichtlich laut SZ-Darstellung auch die Ermittler kommen, nämlich dass es sich um einen Familienkonflikt zwischen Schwiegereltern und Schwiegersohn gehandelt haben dürfte.

 

Abschließende Anmerkungen

Wie weit kann man eigentlich gehen? Darf eine führende deutsche Tageszeitung ausgiebig unterstellen und Spekulationen anstellen, ob und wie eine Person des öffentlichen Lebens an einem Mord beteiligt sein könnte? Ich finde der Mensch – in diesem Fall Heinz Grill – wird zum Freiwild und eine Tageszeitung agiert auf ähnliche Weise wie im Mittelalter die Inquisition.

Die ganze Einseitigkeit und Manipulation dieser Story zeigt sich auch an dem arroganten, unangenehm spöttischen Tonfall, der häufig zum Vorschein kommt. Gleich zu Beginn wird der Leser auf spöttische Weise „eingestimmt“: „Eine Geschichte, die in der Welt des Spiritismus spielt, der Anthroposophie, des Paranormalen, der Weltanschauung – Realität zählt da nur wenig.“ Der Leser weiß nun den Rahmen (Frame), in dem er sich bewegt: Aufgepasst, jetzt geht es in die Welt des Unlogischen, der Esoterik, ins magische Theater.

Diese angsteinflößende Schmähschrift ist nach meiner Beurteilung nicht nur ein Rufmord gegen Heinz Grill und sein enormes inhaltliches Werk, sondern darüber hinaus wie ein Schlag gegen alle Menschen mit einer spirituellen Weltanschauung. Das Pamphlet drückt deutlich aus, alle Esoterik sei doch wirrer Spiritismus, auch ernsthafte Ansätze wie die Schulungswege der Anthroposophie oder des Neuen Yogawillens führten in eine Welt des Paranormalen, in der es wenig um Rationalität ginge.

Erstaunlich finde ich noch Folgendes: Die beiden SZ-Autoren schaffen es tatsächlich nur negativ zu berichten. Es findet keine einzige Auseinandersetzung mit tatsächlichen Aussagen oder konkreten Inhalten statt, die Heinz Grill in seinem umfassenden Werk veröffentlicht hat. Warum ermöglichen die beiden Autoren den Leserinnen und Lesern der Süddeutschen Zeitung nicht, einen konkreten Inhalt von Heinz Grill kennenzulernen und selbst zu beurteilen?

Ich habe mich in den letzten Jahren viel mit Urteilsbildung beschäftigt und zahlreiche Artikel auf deren manipulative Wirkung analysiert. Eine derartig raffiniert und einseitig manipulierte Geschichte, in der dem unbefangenen Leser ein gefährliches kriminelles Sektenszenario regelrecht eingeimpft werden soll, habe ich bisher noch nicht erlebt.

 

Anregungen zur weiteren Information

Wer den SZ-Artikel „Der Guru“ lesen möchte, kann diesen über das Internetportal der Süddeutschen Zeitung online kaufen.

Kürzlich wurde auf Youtube ein halbstündiges Interview (https://www.youtube.com/watch?v=bwankXzm-I49) veröffentlicht, in dem Heinz Grill zu den erhobenen Anschuldigungen in der SZ gegen ihn Stellung nimmt.

 

 

 

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